Kulturtechnik der Verflachung: Digitalität vor und mit dem Computer

Die Verwandlung von Texten, Bildern und Tönen in maschinen-bearbeitbare Daten ist nicht nur ein Bruch mit der Print-Kultur, sondern setzt diese in wesentlichen Hinsichten fort. Das Alphabet oder unsere Zahlenschrift bilden Prototypen eines digitalen Systems. Es gibt somit eine "Digitalisierung vor dem Computer". Sie zehrt von der "Kulturtechnik der Verflachung": Wir leben in einer dreidimensionalen Welt, doch wir sind umgeben von beschrifteten und bebilderten Flächen, die mit dem Smartphone schon fast zum Körperfortsatz werden. Doch bereits die Künste, Wissenschaften, Technik und Architektur wären undenkbar ohne den Einsatz von Schriften, Diagrammen, Tabellen und Karten. Worin bestehen Kunstgriff und Kreativität jener kulturellen Praktiken, in denen Symbole auf zweidimensionalen Flächen ästhetisch, kognitiv oder problemlösend bearbeitet werden? Was sind deren Ambivalenzen und Schattenseiten? Der Vortrag versucht darauf Antworten zu geben.

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Keywords: Digitalität, Philosophie, Pädagogik, Kindheitspädagogik, Kulturelle Praktiken, Algorithmik, Computerzeitalter, Daten, Digitalisierung


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